Klaus Kunert  Architektur + Stadtplanung Klaus Kunert  Architektur + Stadtplanung Klaus Kunert  Architektur + Stadtplanung Klaus Kunert  Architektur + Stadtplanung Stadtplanung - was ist das eigentlich ?? Stadtplanung lenkt Entwicklungen Stadtplanung soll die räumliche Entwicklung von Gemeinden und Städten lenken und besondere Entwicklungschancen eröffnen. Es sollen Rahmenbedingungen geschaffen werden, in denen sich die Orte für die Bewohner qualitätvoll und lebenswert entwickeln und erhalten können. Es können dabei keine gleichwertigen Orte geschaffen werden - aber Orte, die in ihren jeweiligen Stärke und Besonderheit als Lebensraum ausgeprägt und unverwechselbar sind. Stadtplanung ist "Abwägung unterschiedlicher Interessen" Die Stadtplanung muß in den Planungsprozessen eine gerechte Abwägung für die verschiedenen Interessenlagen und Rechtsgüter schaffen. Dabei sind neben den Rechten der Grundstückseigentümer auch die der Nachbarn, des gesamten Ortes, der Nachbarorte und der Region in die Entscheidungen einzubeziehen. Die historischen Werte der vergangenen Zeit sind dabei genauso zu berücksichtigen wie die zukünftigen Entwicklungsräume. Viele Faktoren spielen eine wichtige Rolle, die aufeinander bezogen werden müssen: - die Bevölkerungsentwicklung - die regionalen Wirtschaft - der Wohnungsmarkt - die soziale Infrastruktur (Schulen, Kindergärten, öffentliche Verwaltungen, Vereinswesen, Kirchen, u.a.) - die technische Infrastruktur (Verkehr, Energie, Wasser, Abwasser, u.a.) - die Einbindung in die Natur in die Orts- und Stadtentwicklung - die Naturräume ausserhalb der Siedlungsräume Stadtplanung bezieht Bürger frühzeitig ein Diese Planung muß für alle Bürger nachvollziehbar sein. Die Bürger werden in solche Entscheidungen auf verschiedenen Stationen frühzeitig einbezogen, befragt und um Mitwirkung gebeten. Im Zweifel können gegen das Zustandekommen von Planungen und Entscheidungen die betroffenen Bürger mit den dafür vorgesehenen Rechtsmitteln die Vorgänge überprüfen lassen.  Stadtplanung arbeit in unterschiedlichen Ebenen Für die Planungen stehen den Kommunen formelle und informelle Planungsmöglichkeiten zur Verfügung. Informelle Planungen sind nicht bindend - sie schaffen aber Überblicke, wohin die Reise in die Zukunft gehen soll. Hierbei können verschiedenste Ansätze verfolgt und unterschiedliche Zeiträume überplant werden. Solche städtebaulichen Rahmenpläne schaffen Perspektiven für die Zukunft und ebnen Wege für die nachfolgenden formellen Schritte. Für einige Förderprogramme wie z.B. die Entwicklung im ländlichen Raum sind solche Planungen und Untersuchungen (z.B. Dorferneuerungsplanung) die Grundlage für die Entwicklung von Teilen der Gemeinden - sie gelten aber nur als "Geschäftsgrundlage" für die Förderung, i.d.R. aber nicht für andere Fragen - geben aber wichtige Impulse für das Gemeindeleben. Die formellen Planungen sind durch verschiedene Bundes- und Landesgesetze geregelt. Sie schaffen am Ende i.d.R. ein örtlich geltendes Recht, an das sich alle Bürger und die Verwaltungen als Träger öffentlicher Belange halten müssen, wenn sie bestimmte Grundstücke bebauen oder nutzen wollen. Hieraus ergeben sich Planungsinstrumente, die nachfolgend an Beispielen von durchgeführten Planungen die einzelnen Planwerke erläutert werden: der Flächennutzungsplan der Bebauungsplan die Innenbereichssatzung die Aussenbereichssatzung andere Satzungen für besondere städtebauliche Ziele wie o Gestaltungssatzung o Erhaltungssatzungen  Stadtplanung hat klare gesetzliche Grundlagen Das Baugesetzbuch (BauGB) und die Baunutzungsverordnung (BauNVO) sind dabei die wichtigsten gesetzlichen Bestimmungen, aus denen sich die Bebaubarkeit und Nutzbarkeit von Grundstücken ableitet. Es muß nachgewiesen werden, dass alle möglichen Auswirkungen der Planungen auf die natürlichen, kulturellen und menschlichen Aspekte der Umwelt berücksichtigt sind. In einem eigenständigen Umweltbericht sind die Auswirkungen darzustellen und notwendige Maßnahmen zur Minderungen oder zum Ausgleich festzulegen. Daneben gelten eine Vielzahl von Fachgesetzen und Verordnungen, die bei der Planung einzuhalten sind. Planungsbeispiele Städtebauliche Rahmenplanung Stadt Kellinghusen südliche Innenstadt Flächennutzungsplan Gemeinde Borsfleth Bebauungsplan Stadt Kellinghusen B-Plan Nr. 47 Klaus Kunert  Architektur + Stadtplanung Klaus Kunert  Architektur + Stadtplanung zum Seitenanfang zum Seitenanfang Klaus Kunert  Architektur + Stadtplanung Klaus Kunert  Architektur + Stadtplanung zum Seitenanfang Klaus Kunert  Architektur + Stadtplanung